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Was & Wie

Die meisten Restaurierungsaufträge erhalten wir heute per Email. Anhand von einigen Fotos des Objektes und Zeigen oder Benennung des Schäden sowie Ihre zeitliche wie restauratorischen Vorgaben können wir Ihnen recht schnell eine Auskunft erteilen, auch einen Kostenvoranschlag machen. Natürlich können wir auch hier vor Ort in unserer Werkstatt darüber sprechen. Wenn Sie einen Teil des Objektes, z.B. eine Türe oder Schublade, mitbringen kann meist schon ein Kostenvoranschlag gegeben werden. Wir halten auch während der Restaurierung engen Kontakt zu Ihnen. Oft ergeben sich erst während der Bearbeitung, z.B. nach Abnahme der alten Oberfläche zusätzliche Fragen die wir mit Ihnen abklären. Es ist uns wichtig, dass nach der Restaurierung das Teil mindestens so gut aussieht, wie Sie es sich vorgestellt haben. Wir freuen uns, wenn Sie zwischendurch in unserer Werkstatt den Fortschritt der Restaurierung begutachten. Dann können wir mit Ihnen auch den Farbton der Oberfläche oder den Glanzgrad der Polierung abstimmen.
Zu Kostenvoranschlägen:
In der Regel sind die Aufträge hier aus der Gegend, da wir immer gerne Kontakt zu den Kunden halten, die auch möglichst zwischendurch mal schauen kommen, damit wir alles richtig machen. Aufträge von weit her bringen durch Versand, Email-Kontakte mit Fotos und Telefongesprächen einen wesentlich größeren Aufwand, der nur berechtigt ist, wenn ein Auftrag eine gewisse Größenordnung erreicht, der etwa bei mind. 1000,-€ liegt. Kleinaufträge verschlingen durch die genannten zusätzlichen Arbeiten zu viel Zeit und Geld, so das sie für beide Seiten nicht lukrativ sind. Wir nehmen natürlich auch Kleinaufträge an, doch das können wir nur, wenn man mit dem Objekt hier vor Ort erscheint.
Kostenvoranschläge anhand von Fotos sind schwierig. Diese können leider nicht kostenlos erfolgen, da sie zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Oft beinhalten sie auch eine Bewertung.
Ein Kostenvoranschlag kostet pauschal 20,-€. Der Kostenvoranschlag ist unverbindlich, da anhand von Beschreibungen, Fotos und Vorgaben oft nicht genau gesagt werden kann, die teuer es nun wirklich wird. Das können wir erst sagen, wenn wir das Objekt in Augenschein genommen haben. Kommt es zu einem Auftrag, ist der Kostenvoranschlag umsonst.
Als Kleinbetrieb sind wir oft ausgelastet, so das wir nicht immer sofort Ihr Objekt in Angriff nehmen können.
Bei Aufträgen von weit her kümmert sich in der Regel der Auftraggeber um den Transport mit einer Spedition oder bringt die Teile selber vorbei. Wir können uns als Kleinbetrieb damit leider nicht auseinandersetzen. Wir können natürlich im Nahbereich auch Sachen transportieren. Dann müssen Sie aber mit Kosten für den Transporter von 50 Cent pro km rechnen und mit Fahrzeitkosten von 26-€ die Stunde.
Wenn wir die Fahrt mit etwas verbinden können, liefern wir auch schon mal zu günstigeren Konditonen aus. Ob das klappt ist abhängig davon wo Sie wohnen.


Um Kontakt zu uns aufzunehmen, schicken Sie eine Mail an:
<b><a href="mailto:info@antik-greef.de">info@antik-greef.de</a></b>

Unter fachgerechter Restaurierung verstehen wir:


..das Möbelteil bei Holzwurmbefall vor der Restaurierung in unserer Thermokammer zu behandeln, vollkommen ohne Gift und mit einer 100% Abtötung von Larven und Käfer. Näheres unter *Holzwurmbekämpfung*


...Verleimungen wie früher nur mit Haut-und Knochenleimen vorzunehmen. Auf unserem alten Leimofen steht immer ein Topf, in dem dieser Glutinleim warmgehalten wird (im Sommer natürlich im Elektobehälter). Mit diesem Leim zu arbeiten ist zwar etwas arbeitsaufwändiger, aber es hat Vorteile: Alle Verbindungen sind mittels Wasser und Hitze wieder lösbar, also reversibel. Außerdem sind damit feine Fugen zu überbrücken und man kann mit einer Leimtränke stark wurmgeschädigtes Holz wieder stabilisieren. Und Furnier aufbügeln kann man nun wirklich nur mit Glutinleimen. Wir meinen, dass Weissleime, die ja nichts anderes sind als thermoplastische Kunststoffe, lieber den Spanplatten überlassen werden sollten.



...zerstörte Eckfüße (hier mit Verzinkung) neu herzustellen.


...fehlende Keile anhand vorhandener Keilschließeleisten nachzuarbeiten.


...fehlende Ecken an Rückwänden anzuschrägen und neue Stücke anzuleimen.


...den zu stark vom Holzwurm befallenen Boden vom Kopfteil eines Schrankes aus alten Brettern wieder zu erneuern.


......eine stark verwurmte und defekte Profilleiste aus Erlenholz mittels Leimtränke zu stabilisieren, neues Erlenholz einzusetzen...


...und anschließend mit dem Profilhobel nachzuarbeiten.


...die abgenuzten Seiten der Schubladen abzuhobeln und ebenfalls mit Hartholzleisten zu versehen ( roter Pfeil ).
Diese fachgerechte Restaurierung spürt man deutlich wenn man eine Biedermeierschublade nur am Schlüssel herauszieht, *sie gleitet.*
Sehen kann man es nur, wenn man die Schublade herausnimmt, und sich das Innenleben anschaut. Diese Arbeiten sind aufwendig und machen einen wesentlichen Teil der Restaurierungskosten aus.


...die abgenutzten Laufleisten von Kommoden herausnehmen, abfräsen und mit Hartholzauflagen versehen (blauer Pfeil)...


....Ablaugarbeiten bei Weichholzmöbeln durchzuführen, indem wir die Möbelteile mittels Schwamm mit der Lauge benetzen. Ein Tauchbad führen wir nur auf ausdrücklichen Wunsch durch ( z.B. bei Türen mit vielen Farbschichten). Hierdurch wird ein starkes Aufquellen des Holzes vermieden. Auch kommt es dadurch nur selten zu einem späteren Salzausschlag. Nach dem Laugen werden die Teile mit Essig neutralisiert und mit dem Hochdruckreiniger gesäubert. Selbstverständlich wird die Lauge in einer Grube gesammelt und auf den zulässigen ph-Wert gebracht, bevor die Flüssigkeit dann in die Kanalisation eingeleitet wird. Die verbleibende Schlamm, der dann getrocknet wird und eine etwas erhöhte Menge an Blei-und Zinkwerten besitzt, darf über den Hausmüll entsorgt werden.


...Schellackpolituren ohne synthetische Zusatzmittel durchzuführen. Oft wird aus Zeitgründen mit synthetischen Lacken grundiert, auf Nitrobasis ist da noch die harmloseste Variante ( siehe die josephinische Kommode bei den Referenzobjekten, wo Polyesterlack eingesetzt wurde). Bei einer neuen Politur werden bei uns die Poren nur mittels Bimsmehl und Schellack gefüllt. Natürlich erfordert das zusätzliche Trocknungszeiten und Arbeitsaufwand. Aber das sollte Ihnen Ihr Möbelteil schon Wert sein. Dann können Sie auch noch nach Jahrzehnten sagen: Die Schellackpolitur ist die Krönung der Oberflächen


...Füße, die in ihrem Zustand und ihrer Konstruktion unpassend sind und meist einer früheren ehr dilettantischen Restaurierung entstammen (hier mit Sperrholz belegte und Weissleim und Schrauben verunstaltete Füße einer Biedermeiervitrine) durch mit Sägefurnier belegte Vollholzfüße (im Hintergrund) zu ersetzen.


...fehlende Profilleiste originalgetreu nachzufräsen ( hier in Nußbaum-Holz).


...eine stark verwurmte Rückwand originalgetreu durch Nutbretter und zwei Füllungen zu ersetzen.



... eine fehlende, eingelassene Schlüsselbuchse im gleichen Holz nachdrechseln. Reproduktionen aus dem Fachhandel haben nicht die erwünschte Form und sind außerdem ins Hirnholz gedrechselt. Das gibt später Probleme mit dem Polieren, wegen der großen Poren. Dann doch gleich vernünftig nach Originalvorlage ins Querholz drechseln. Hier im Bild in Esche vor dem Einfärben. Incl. der Herstellung des Schlüsselloches kann man 1,5 Stunden dafür veranschlagen. Dieser Zeiteinsatz sollte uns eine schöne Kommode mit Sägefurnier schon wert sein.


...ausgebrochene, eingelassene Schlüsselschilder, oft in Ebenholz, der Aussparung gemäß wieder herzustellen.


...dabei aber nicht das Blindholz zu vergessen. Denn wenn nicht hinter der Ebenholzeinlage eine passendes Holz eingesetzt wurde, haben Sie nach kurzer Zeit einen erneuten Ausbruch.(Auf dem Bild die Schublade mit dem Ebenholzbeschlag von innen gesehen).


... die Kosten der Restaurierung korrekt abzurechnen und transparent zu machen. Das fängt damit an ,daß Ihr Möbelteil eine Nummer in unserem Arbeitsbuch erhält, (der rote Pfeil zeigt auf das Blatt mit dem Möbelteil Nr 805). Arbeiten wir jetzt an Ihrem Teil, betätigen wir den Schalter (linker schwarzer Pfeil) des Betriebsstundenzählers (rechter schwarzer Pfeil). Wir schreiben den Stand der Uhr bei Beginn und Ende jedes Einsatzes auf und können so schnell die Gesamtstundenzahl errechnen, da die Uhr die Stunde in 100 Teile einteilt. Da wir meistens an mehreren Teilen gleichzeitg arbeiten, haben wir so die Gewähr, korrekt abzurechnen. Auf dem Blatt sehen Sie die einzelnen Zeiten, an denen am Objekt gearbeitet wurde. Die Gesamtstundenzahl beliefen sich hier auf 24,6 Stunden.


... in der Rechnung klar und deutlich zu schreiben, was gemacht worden ist, zu welchem Preis und wie hoch der Materialverbrauch war.


Wir führen auch folgende Arbeiten durch:


Ihre Linoleumplatte wieder auffrischen

eine Brandstelle im Furnier ausbessern, vorher auch das zerstörte Blindholz ersetzen

Hier eine einfache Inneneirichtung, in der Mitte geteilt, links vier Böden, recht ein Boden plus Kleiderstange. Alle Teile in Kiefer- oder Fichtenholz, Ecken gefast und geschliffen,Schrauben versenkt. Diese Inneneinrichtung mit 80x46 cm großen Böden und 64cm Holzkleiderstange lag komplett bei 226,- €

Die dargestellten Objekte sollen Anregung dazu geben, das eine oder andere Möbelteil restaurieren zu lassen, sie sollen mithelfen Kulturgut zu erhalten. Keine Restaurierung kann als das Nonplusaltra gelten. Jede Restaurierung kann auch noch besser gemacht werden. Oft müssen Kompromisse geschlossen werden, denn hoher Anspruch hat ihren Preis. Auch sind die zu ergänzenden Materialien nicht immer in der Qualität zu erhalten wie es wünschenswert wäre. Die Erwartungen des privaten Kunden sehen auch anders aus, als die eines Museums.

Zu unseren Restaurierungsobjekten zählen nicht nur im Antiquitätenhandel hochwertige Objekte( siehe Referenzobjekte), sondern auch z.B.:


das Nähkästchen Ihrer Mutter (vorher)

und nachher

das Kinderstühlchen Ihrer Kindheit

der 50er- Jahre- Küchenschrank Ihrer Jugend

oder der von Ihrem Vater durchgesägte Sekretär, der jetzt ( mit Marmorplatte) zur Kommode umfunktioniert wurde