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Neutralabbeizer, Edelholzabbeizer, umweltfreundlich, auf Lösemittelbasis

Artikel Nr.: 2150 (zur Vergrößerung bitte auf die Bilder klicken)
Neutralabbeizer, Edelholzabbeizer, umweltfreundlich, auf Lösemittelbasis
Zustand:
Holzart/Material:
Oberfläche:
Baujahr: um
Maße: Höhe: 0 cm
Breite: 0 cm
Tiefe: 0 cm
Preis (inkl. MwSt): Euro

Beschreibung:

Diesen neutralen Abbeizer auf Lösemittelbasis gibt es in der kleinen Größe (750ml) nur innerhalb eines Restaurierungssets zu kaufen.(siehe Restaurierungsset) Der 5 kg -Eimer kostet incl. Mwst. und Versand 65,-€
Bestellungen können nur per Email erfolgen an: bestellung@antik-greef.de
Sie bekommen dann von mir Bescheid über die Zahlungsmodalitäten. Fragen können über diese Email-Adresse nicht beantwortet werden.
Das geht nur über unsere Homepage unter Kontakt unter den dort aufgeführten Bedingungen: http://www.antik-greef.de/index.php?site=kontakt.

Widerrufsbelehrung

Anleitung:

Farbe entfernen durch Abbeizen

Man muss bei den Abbeizern unterscheiden zwischen wässrigen auf Wasserbasis (Lauge, z.b. aus Ätznatron, Kali oder Samiakgeist(Ammoniak)) und denen auf Lösemittelbasis. Die Abbeizer mit einer Lauge bringen beste Ergebnisse bei den Ölfarben, Bierfarben und Ölharzfarben sowie Spiritusfarbe. Das ist allerdings nur bei Weichholz zu empfehlen, also Kiefer, Fichte, Tanne. Und das auch meist nur bei alten Möbel ab ca. 100 Jahre. Bei jüngeren Möbeln sind diese Weichhölzer meist mit modernen Lacken, wie Nitrolack, Acryllack oder Kunstharzlack gestrichen. Da wirkt die Lauge nicht. Alte Weichholzmöbel sind in der Regel massiv und können gut auch eine längere Wasserbehandlung vertragen. Auch können sie diese hochalkalischen Mittel vertragen und bekommen einen schönen Ton. Der Vorteil der Lauge ist, das alles blitzblank werden kann, auch alle Verzierungen und Schnitzereien. Mit einem Abbeizer auf Lösemittelbasis schafft man das in der Regel nicht. Die Farben sind oft dick aufgetragen und es schmiert zu sehr, so das man das wohl nur mit mehrmaligen Auftrag und viel Wasser hinbekommt. Dann besser gleich Laugen. Über das Ablaugen habe ich Videos ins Netz gestellt. Nicht ungefährlich! Es drohen schwere Verätzungen, wenn die Sicherheitsvorkehrungen nicht genau beachtet werden. Ich habe schon schlimme Verätzungen gesehen, weil die verwendeten Gummihandschuhe kleinste Löcher hatten. Die Lauge kriecht unter die Fingernägel und fängt an die Haut zu verseifen. Der Privatmann sollte sich möglichst eine Abbeizzentrale suchen.

Der Abbeizer auf Lösemittelbasis, den wir anbieten, ist in der Möbelrestaurierung ideal, um Farben von allen anderen Hölzern, besonders auf den Edelhölzern (Kirsche, Nußbaum, Esche, Eiche, Mahagoni etc.) abzubekommen. Viele Edelhölzer verfärben sich, wenn man eine Lauge anwendet. Ein Abbeizer muss daher für die Edelhölzer ph-wert neutral sein.
Der ph-Wert ist beim Abbeizer MA UNI ist 7-8. Den ph-Wert sollte man unbedingt kennen, bevor man irgend einen Abbeizer aufträgt. Wir haben viele Jahre mit dem Abbeizer schon gute Ergebnisse erziehlt, auch auf furnierten Flächen.
Wir können ihn empfehlen, weil er nicht kennzeichnungspflichtig ist, er ist nach der gültigen Gefahrstoffverordnung kein Gefahrgut. Also werden Umwelt und Gesundheit möglichst gering belastet. Natürlich ist es ein Abbeizer und es sollten Schutzhandschuhe getragen werden, auch eine Schutzbrille ist empfehlenswert. Spritzer ins Auge sind nie ungefährlich. Und ausreichend frische Luft ist auch nie zu verachten.
Wir sind der Auffassung, das Farben, die mit diesem Abbeizer nicht abgehen, mechanisch entfernt werden sollten, also mittels Schleifen oder Kratzen. Diese Farben gibt es: z.B 2-Komponentenlacke und Polyesterlacke. Die bekommt man nur mit sehr aggressiven Abbeizern ab, die wir nicht anwenden wollen. Dafür ist unsere Umwelt und Gesundheit zu wertvoll.
In der Regel haben wir es glücklicherweise meistens mit Nitrolacken (NC-Lacke), Ölharzlacken und Schellack/Harzlacken zu tun.
Am besten einfach erst mal an einer Stelle ausprobieren, ob der Abbeizer wirkt. Ideal ist es, ihn über Nacht einwirken zu lassen. Er trocknet nicht ein. Am nächsten Tag sollte das Abbeizfluit mitsamt der Farbe mittels eines Lappens oder Zevas abnehmbar sein. Anschließend mit einem Lösemittel ( relativ harmlos wäre Spiritus, Ethanol oder Isopropanol) säubern. Da kein Wasser benutzt wird, kann man oft schon am nächsten oder übernächsten Tag am Objekt weiter arbeiten. Der Vorteil beim Abwaschen mit Alkohol ist auch, das bei Oberflächen mit Schellack der Schellack, der sich in den Poren befindet, nicht oder nur teilweise abgenommen wird. Dadurch kann bei einer neuen Schellackpolitur die Porenfüllung ganz oder teilweise wegfallen.
Wir lösen das Abbeizfluit mit der Farbe aber auch gerne wässrig ab, aber nur bei massivem oder dick mit Sägefurnier belegtem Holz. Bei Möbeln ab ca.1850 werden die dünnen Furniere schnell Blasen werfen, da der Haut-und Knochenleim angelöst wird ( besonders Maserholz ist hier betroffen), was dann jede Menge Leimarbeit zur Folge hat. Bei dünnen Furnieren sollte man von einer wässrigen Abnahme Abstand nehmen. Es ist natürlich sowieso gut, nach einer wässrigen Abnahme schell trocken zu reiben und an einem luftigen Ort zum Trocknen zu stellen. Wenn wir wässrig abnehmen dann, nehmen wir heisses Wasser mit einem Schuss Salmiakgeist(Ammoniak)(das geht in Räumen aber nur mit Maske, wegen der Dämpfe). Es funktioniert auch mit einem Schuss Spülmittel (Neutralseife). Nur heisses Wasser reicht nicht, da hat man eine Pampe. Das wässrige Abspülen hat den Vorteil, das oft kleine Dellen im Holz aufquellen und später nicht mehr zu sehen sind. Der Salmiakgeist hat den Vorteil, das letzte Farbreste, besonders in Ecken und Verzierungen, besser ausgespült werden. Aber da Salmiakgeist auch eine Lauge ist, ruft sie z.B. auf Eiche ein unerwünschte Farbänderung hervor. Daher waschen wir Eiche immer mit heissen Wasser und einem Schuss Neutralseife ab. Bei anderen Holzsorten sind uns noch keine Farbänderungen durch Salmialgeist aufgefallen.
Bezüglich des Abwasser zitiere ich mal das, was auf der Flasche steht:
„Waschwässer dürfen nach Abtrennen der festen Bestandteile und nach Erteilung einer behördlichen Genehmingung in das Abwasserkanalnetz gegeben werden, wenn diese an eine biologische Kläranlage angeschlossen ist. Ein Gutachten über die biologische Abbaubarkeit liegt vor“
Im Sicherheitsdatenblatt heisst es noch:
„Nicht unverdünnt bzw. in größeren Mengen in das Grundwasser, in Gewässer oder in die Kanalisation gelangen lassen.“

Den Abbeizer nicht verwechseln mit dem Abbeizer SB forte oder BA Super der gleichen Firma, die schädlicher sind. Dadurch, das man bereit ist, länger zu warten, können einige schädliche Stoffe minimiert bzw. ausgeschlossen werden. Der Abbeizer ist natürlich Methylenchloridfrei, aromatenfrei und NMP/NEP-frei(N-Methyl-2-pyrrolidon).
Aber jeder kennt das: Immer wieder werden Rezepte geändert, andere Wirkstoffe dazugegeben oder neueste wissenschaftliche Studien zeige, das alte Stoffe doch nicht so unbedenklich sind. Daher ist es eine Empfehlung nach dem heutigen ( 16. Mai 2019) Kenntnisstand. Ändert sich etwas, werden Sie das hier erfahren. Auch zusätzlich Informationen oder immer wieder gestellte Fragen werde ich hier einfügen. Also immer mal wieder vorbeischauen.

Sicherheitsdatenblatt sowie weitere Informationen zum Abbeizer erhalten Sie bei Hersteller unter:
http://www.meyer-chemie.de/details.php?id=144

Es folgt in Kürze ein Video zum Abbeizen mit diesem Abbeizer.

Detailphotos: